Dienstag, 5. Mai 2025

9:30 – 10:00 | Check in + Kaffee

Dienstag | 10:00 – 10:15

Begrüssung und Eröffnung der Konferenz


Dienstag | 10:15 – 10:45

Keynote: Origins of Third Space I


Dienstag | 10:45 – 11:30

Impulsblock 1: Demokratie + Dritte Orte, Ländlicher Raum + Dritte Orte, Sozialarbeit + Dritte Orte

Demokratie + Dritte Orte

Dritte Orte sind Räume der Begegnung, des Austauschs und der Aushandlung – und damit Orte gelebter Demokratie. Hier treffen unterschiedliche Perspektiven aufeinander, Konflikte werden sichtbar und Dialog wird möglich. Der Kurzvortrag beleuchtet, welche Rolle Dritte Orte für gesellschaftlichen Zusammenhalt und demokratische Kultur spielen können.

Ländlicher Raum + Dritte Orte

Im ländlichen Raum übernehmen Dritte Orte oft eine besondere Funktion: Sie bündeln soziale, kulturelle und infrastrukturelle Angebote an einem Ort. Zwischen Nahversorgung, Treffpunkt und Kulturraum entstehen neue Formen von Gemeinschaft und Kooperation. Der Beitrag zeigt, welche Chancen und Herausforderungen sich daraus ergeben.

Sozialarbeit + Dritte Orte

Dritte Orte berühren zentrale Fragen der Sozialarbeit – von Teilhabe über Einsamkeit bis hin zu Inklusion und niedrigschwelligen Zugängen. Sie schaffen Räume, in denen Unterstützung, Begegnung und Selbstorganisation nebeneinander bestehen können. Der Kurzvortrag skizziert, wie sozialarbeiterische Perspektiven Dritte Orte stärken – und umgekehrt.


11:30 – 12:00 | Networking-Pause

Dienstag | 12:00 – 12:45

Panel 1: Auf einmal sozial? Kulturorte werden soziale Orte

Kulturinstitutionen übernehmen zunehmend soziale Funktionen – bewusst und aus gesellschaftlicher Notwendigkeit heraus. An der Schnittstelle von Kultur und Sozialem entstehen neue Erwartungen, neue Verantwortlichkeiten und neue Formen der Zusammenarbeit. Internationale Stimmen aus Politik und Kultur diskutieren, welche Chancen und Spannungen dieser Wandel mit sich bringt – und wie Kulturorte ihre Rolle zwischen künstlerischem Auftrag und sozialer Verantwortung gestalten können.


12:45 – 14:00 | Zmittag + Networking

Dienstag | 14:00 – 14:15

Warm Up


Dienstag | 14:15 – 15:30

Workshops 1: Raum geben (Initiation)

(1) Vom Projekt zur Haltung – Organisationen im Wandel

Christina von Rotenhan

Wie wird aus einem Projekt eine nachhaltige Haltung – und was bedeutet das für Organisationen im Kulturbetrieb. Im Fokus stehen Organisationsentwicklung, neue Strukturen sowie klare Schnittstellen und Entscheidungswege. Zudem geht es um Lernprozesse, Fehlerkultur und die Fähigkeit, sich als Institution kontinuierlich anzupassen.

(2) All in this together – Partizipation und Veränderung im ganzen Haus

N.N.

Wie gelingt es, das Konzept des «Dritten Ortes» intern so zu vermitteln, dass alle Abteilungen und Kolleg:innen mit Begeisterung und Überzeugung mitgehen? Der Workshop thematisiert Beteiligung, transparente Kommunikation und gemeinsame Verantwortung im Veränderungsprozess. Auch Widerstände, Überforderung und unterschiedliche Erwartungshaltungen werden offen in den Blick genommen.

(3) Raum ohne Regie – Mut zum Unkuratierten

N.N.

Was heisst «unkuratiert» eigentlich im Alltag eines Kulturbetriebs? Dieser Workshop fragt danach, wie viel Kontrolle abgegeben werden kann und welche Formen der Nutzung zugelassen werden. Zwischen Risiken, Chancen und Grauzonen geht es um Regeln, Vertrauen und geteilte Verantwortung.

(4) Idealismus trifft Mammon – Den Dritten Ort wirtschaftlich denken

N.N.

Ein Dritter Ort braucht Vision, aber auch ein tragfähiges Geschäftsmodell. Der Workshop beleuchtet Businesspläne, Kostenstrukturen und mögliche Finanzierungsmodelle inklusive Mischkalkulationen. Zudem wird die Rolle von Finanzdirektion und Controlling im Spannungsfeld zwischen Idealismus und Wirtschaftlichkeit diskutiert.

(5) Form Follows Connection – Räume für Dritte Orte gestalten

Anna Rose, Space Syntax

Wie müssen Räume gestaltet sein, damit Begegnung wirklich stattfinden kann? Im Mittelpunkt stehen Raumbedarf, Mehrfachnutzung und architektonische Strategien für Offenheit und Aufenthalt. Diskutiert wird auch, wie sich bestehende Strukturen umbauen lassen – oder wann radikales Neudenken sinnvoller ist.

(6) Von Publikum zur Community – Beziehungen nachhaltig aufbauen

N.N.

Dieser Workshop verschiebt den Fokus vom einmaligen Besuch hin zu langfristigen Beziehungen. Es geht darum, relevante Early Adopter und spätere Stakeholder zu identifizieren, Community Building strategisch zu denken und CRM sinnvoll im Kulturbereich einzusetzen. Kooperationen, Netzwerke und lokale Verankerung bilden dabei das Fundament nachhaltiger Entwicklung.


15:30 – 16:00 | Zvieri + Networking

Dienstag | 16:00 – 16:300:15 – 11:00 I Blackbox

Panel 2: Money money money – Finanzierung Dritte Orte

Dritte Orte brauchen Ideen, Engagement – und verlässliche Finanzierung. Vertreter:innen aus Stiftungen, Finanzpolitik und Praxis diskutieren gemeinsam, welche Modelle tragfähig sind, wo Förderlogiken an Grenzen stossen und welche neuen Allianzen möglich werden. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Dritte Orte langfristig finanziert werden können, ohne ihre Offenheit und ihren Anspruch zu verlieren.


Dienstag | 16:30 – 17:15

Impulsblock 2: Offene Räume und Basel, Kirche als Dritter Ort

Offene Räume und Basel

Basel hat eine lange Geschichte offener Räume und gemeinschaftlicher Treffpunkte – auch wenn sie früher nicht als «Dritte Orte» bezeichnet wurden. Der Kurzvortrag zeigt diese Tradition auf und verortet heutige Entwicklungen in diesem historischen Kontext.

Kirche als Dritter Ort

Kirchen waren über Jahrhunderte zentrale Dritte Orte – Orte der Gemeinschaft, des Austauschs und der Zugehörigkeit. Heute verlieren viele dieser Räume an gesellschaftlicher Präsenz oder verschwinden ganz. Der Kurzvortrag beleuchtet ihre Bedeutung und fragt nach ihrer zukünftigen Rolle.


Dienstag | 17:15 – 17:30

wird in Kürze bekannt gegeben


Dienstag | 17:30 – 18:30

Wanderungen / Site Visits

In geführten Stadterkundungen durch Basel werden ausgewählte Dritte Orte direkt erlebbar. Die Touren ermöglichen Einblicke in konkrete Projekte und bringen Teilnehmer:innen mit den Menschen ins Gespräch, die diese Räume prägen und weiterentwickeln. Die Orte können zudem bereits vor oder auch nach der Konferenz individuell besucht werden – als Erweiterung des Programms in den Stadtraum hinein.


Dienstag | 19:00 – open end0:15 – 11:00 I Blackbox

Ausklang


Mittwoch, 6. Mai 2025

9:00 – 9:15 | Ankommen + Kaffee

Mittwoch | 9:15 – 9:30

Input: Rückblick, Einstimmung auf den Tag


Mittwoch | 9:30 – 10:00

Keynote 2: Origins of Third Space II


Mittwoch | 10:00 – 11:00

Praxisblock: Fallbeispiele – Praxis im Fokus

In diesem kompakten Block werden drei ausgewählte Fallbeispiele in Kurzvorträgen präsentiert – jeweils mit anschliessender Questions & Answers-Runde. Die Beiträge geben vertiefte Einblicke in konkrete Projekte und laden zur direkten Auseinandersetzung mit Erfahrungen, Herausforderungen und Learnings ein. Details zu den ausgewählten Projekten folgen – stay tuned.


11:00 – 11:30 | Networking-Pause

Mittwoch | 11:30 – 12:30

Workshops 2: Raum halten (Alltag)

(7) Alle willkommen? – Awareness und Deeskalation im Dritten Ort

Marian Cramm, Theater Basel

Im Alltag Dritter Orte sind Fragen zu Inklusion, Diskriminierung, Einsamkeit und Zugänglichkeit ständig präsent und verlangen bewusste Entscheidungen. Vielfalt entsteht nicht automatisch, sondern wird im Team reflektiert, ausgehandelt und Schritt für Schritt entwickelt. Anhand konkreter Praxissituationen stärkt der Workshop die Fähigkeit, mit widersprüchlichen Erwartungen professionell umzugehen, Unsicherheiten auszuhalten und gemeinsam tragfähige Haltungen zu entwickeln.

(8) Zwischen Vision und Schichtplan – Dritter Ort im Alltag

Anja Adam, Theater Basel

Wie sieht der Dritte Ort jenseits von Projektlogiken im täglichen Betrieb aus? Thematisiert werden Personalplanung, Öffnungszeiten, Routinen und typische Konflikte zwischen Programm, Service und freier Nutzung. Praxiserfahrungen zeigen, wie Vision und Alltag produktiv zusammenfinden können.

(9) Kommunikation und konsumfreier Raum

N.N.

Wie kommuniziert man einen konsumfreien Raum nach aussen – und im Raum selbst? Der Workshop behandelt Erwartungsmanagement, Signaletik sowie Imagebildung ohne Marketingüberhöhung. Sprache, Tonalität und Haltung spielen dabei eine zentrale Rolle.

(10) Engagement auf Augenhöhe – Freiwillige als unverzichtbare Mitgestalter:innen

Ursula Baum, GGG Benevol

Freiwillige sind zentrale Akteur:innen im Dritten Ort. Damit diese Zusammenarbeit für alle Seiten stimmig und nachhaltig gelingt, braucht es klare Rollen, gute Begleitung und gegenseitige Wertschätzung im Zusammenspiel mit Hauptamtlichen. Der Workshop beleuchtet, wie Motivation gefördert, rechtliche und organisatorische Rahmenbedingungen geklärt und Engagement so eingebunden werden kann, dass ein echtes Miteinander auf Augenhöhe entsteht.

(11) Was wirkt wirklich? – Evaluation und Lernen

N.N.

Dritte Orte verfolgen vielfältige soziale, kulturelle und gesellschaftliche Ziele, deren Wirkung sichtbar und nachvollziehbar gemacht werden soll – nach innen wie nach aussen. Der Workshop stellt quantitative und qualitative Evaluationsmethoden vor und beleuchtet unterschiedliche Wirkungslogiken, auch im Hinblick auf Politik, Stiftungen und weitere Förderpartner:innen. Evaluation wird dabei nicht als Kontrollinstrument verstanden, sondern als Grundlage für strategische Weiterentwicklung, transparente Kommunikation und gemeinsames Lernen.

(12) Vom Türsteher zur Concierge – Gastgeberschaft im offenen Haus

Anna Kleeblatt, AK. Culture. Marketing, Sales, Service

Gastgeberschaft wird als professionelle Schlüsselrolle im offenen Kulturbetrieb – insbesondere im Dritten Ort – neu gedacht. Zwischen Service, Beziehung und Präsenz geht es darum, Offenheit aktiv zu gestalten und zugleich Orientierung sowie klare Rahmenbedingungen zu bieten. Inspiriert von Hospitality-Konzepten wie der Idee einer «unvernünftigen Gastgeberschaft» fragt der Workshop, wie weit Kulturorte in Aufmerksamkeit, Grosszügigkeit und Verantwortung gehen können – und was sie dabei von Gastronomie und Hotellerie lernen können.

(13) Third Place Fundamentals

Amy Goedhart, includi

What makes a place more than just a space? This workshop explores the essential conditions that help Third Places thrive – from atmosphere and accessibility to everyday practices that foster belonging and connection. Drawing on research and real-world experience, it offers practical insights into how social spaces can invite people to come, stay and grow. Participants will leave with concrete ideas to strengthen community, inclusivity and long-term relevance in their own context.


Mittwoch | 12:30 – 13:00

Panel 3: Dritte Orte – Quo Vadis?

Dritte Orte entstehen vielerorts – doch wer gestaltet und betreibt sie eigentlich? Kommen diese Akteur:innen aus Kultur, Architektur, Sozialarbeit, Stadtentwicklung oder ganz anderen Disziplinen – und braucht es künftig ein eigenes Berufsbild dafür? Das Panel diskutiert, woher eine stärkere Professionalisierung kommen könnte: neue Netzwerke, interdisziplinäre Zusammenschlüsse, eine Akademie oder ein Studiengang. Im Zentrum steht die Frage, wie aus einer vielfältigen Praxis ein selbstbewusstes, vernetztes Feld mit klarer Perspektive entstehen kann.


13:00 – 14:15 | Zmittag + Networking

Mittwoch | 14:15 – 15:00

Panel 4: Zwischen Audience Development und Community Building

Dritte Orte bewegen sich zugleich im Feld von Audience Development und Community Building. Sie sind wirtschaftlicher Faktor, Imageverstärker und strategisches Instrument – und gleichzeitig Räume langfristiger Beziehungsarbeit, Teilhabe und gemeinsamer Verantwortung.

Das Panel macht die Spannungen und Schnittmengen zwischen diesen Logiken sichtbar: Gruppenansprache und echte Zugehörigkeit, Kennzahlen und Vertrauen, technische Infrastruktur und soziale Prozesse. Wo entstehen Reibungen – und wo überraschende Allianzen? Eine Diskussion mit offenem Visier, die unterschiedliche Perspektiven bewusst aufeinandertreffen lässt und einen der spannendsten Diskurse der Konferenz aufgreift.


Mittwoch | 15:00 – 15:30

Closing Keynote 3: How Do Third Places Generate Income?

Referent:in: Robin Cantrill-Fenwick, Baker Richards

Zum Abschluss der Konferenz analysiert Robin Cantrill-Fenwick die Frage, wie Dritte Orte Einkommen generieren – und was „Income“ im Kontext von Offenheit, Gemeinwohl und sozialer Wirkung eigentlich bedeutet. Die Keynote verbindet ökonomische Klarheit mit einem erweiterten Verständnis von Wert und zeigt, wie finanzielle Tragfähigkeit und gesellschaftlicher Anspruch zusammengedacht werden können. Ansteckend und inspirierend: Auf dass ihr alle die Konferenz verlasst und gar nicht anders könnt, als komplett geflasht direkt morgen einen Dritten Ort zu beginnen.


Mittwoch | 15:30 – 16:00

Verabschiedung + Ende der Konferenz

Referent:in: Anja Adam, Anna Kleeblatt


Änderungen vorbehalten.