Referent:innen der Konferenz Dritte Orte
Anja Adam
Kulturmanagerin und -vermittlerin, Theater Basel
Anja Lisa Adam ist Kulturmanagerin und -vermittlerin mit Schwerpunkt auf Partizipation und kulturelle Teilhabe.
Sie studierte Musikwissenschaft und Musikpädagogik mit Hauptfach Klavier sowie gymnasiales Lehramt mit den Fächern Geschichtswissenschaften, Geographie und Anglistik/Amerikanistik an den Universitäten Erlangen, München, Würzburg. 2008 erste Begegnung mit dem Bereich Kulturvermittlung im Team der Elbphilharmonie und Laeiszhalle Hamburg. Liebe auf den ersten Blick. In den kommenden Jahren Stationen als Vermittlerin und Projektleiterin beim Ensemble Modern in Frankfurt (Stipendiatin der Internationalen Ensemble Modern Akademie), dem Württembergischen Kammerorchester Heilbronn, Mozartfest Würzburg, der Carnegie Hall in New York, Stiftung Mercator Schweiz und am Theater Basel. Seither zahlreiche partizipative Projekte mit u. a. Bill Forsythe, Jörg Widmann, Dai Fujikura, Marius Felix Lange, Tom Ryser. Sie agiert zusätzlich als freie Kulturmanagerin und Dozentin beispielsweise an der Hochschule für Musik FHNW, der Hochschule für Musik Luzern oder am Tokyo Metropolitan Theatre.
Seit der Spielzeit 2015/2016 ist Anja Adam am Theater Basel. Zunächst als Musiktheaterpädagogin und Dramaturgin (u. a. ‹Der Kaiser von Atlantis›, ‹Die drei Räuber›, Uraufführungen ‹Der Goldkäfer› und ‹Schellen-Ursli›). Seit 2018 entwickelt sie die grundlegende Öffnung des Theater Basel durch den Start des Foyer Public sowie weitere Projekte massgeblich mit. Sie ist Co-Leiterin der Sparte Theater Public und Mitglied der Theaterleitung.
Michael Amtmann
Leiter Kommunikation / Pressesprecher, Gasteig München
Michael Amtmann ist Kommunikationsexperte. Seit 2014 leitet er die Kommunikation des Gasteig in München, Europas größtem Kulturzentrum. Mit 90.000 Quadratmetern Fläche ist der Gasteig die Heimat der Münchner Philharmoniker, der Münchner Stadtbibliothek, der Münchner Volkshochschule, der Hochschule für Musik und Theater München, mehrerer Festivals sowie mehr als 400 Veranstaltenden.
Bereits seit der Eröffnung 1985 ist der Gasteig mit mehreren tausend Quadratmetern öffentlicher Fläche ein Dritter Ort. Dies gilt umso mehr für das Ausweichquartier Gasteig HP8, das 2021 wegen der Sanierung des Hauptgebäudes bezogen wurde. Eine zum Foyer des Konzertsaals umgebaute ehemalige Industriehalle, die zugleich auch die Bibliothek und viele andere Nutzungen beherbergt, war die Chance, einen attraktiven Dritten Ort zu ermöglichen. Michael Amtmann hat die Kommunikation dieses neuen Ortes von Beginn an begleitet.
Vor seiner Tätigkeit beim Gasteig war er Kommunikationschef des Filmfest München und arbeitete als Produzent, Autor und Regisseur von Dokumentarfilmen. Michael Amtmann ist Diplom-Journalist und Absolvent der Deutschen Journalistenschule.
Natasha Anderson
Head of Community Engagement, Sadler’s Wells
Natasha Anderson ist Head of Community Engagement bei Sadler’s Wells in London. Als Teil des Teams ‹Learning and Engagement› leitet sie partizipative Kunst- und Engagement-Aktivitäten in Islington und East London, wobei der Schwerpunkt auf jungen Menschen, Menschen mit geringem Einkommen und älteren Erwachsenen liegt. Sie leitet die partizipativen Aktivitäten auf der Tanzfläche im Sadler’s Wells East, dem neuen Theater der Organisation im Olympic Park. Dazu arbeitet sie mit lokalen Communities zusammen, um gemeinsam Programme zu entwickeln, in denen der Schwerpunkt auf Zugang, Zugehörigkeit und einen gemeinsamen kultureller Raum gelegt wird.
Mit über zwanzig Jahren Erfahrung im Bereich Kunst und Kultur hat Natasha Anderson in den Bereichen Community Engagement, Kunstvermittlung, Audience Development und Marketing gearbeitet. Zu ihren früheren Stationen zählen das Barbican Centre, das Bernie Grant Centre und Iniva. Ihr Ansatz basiert auf langfristigen Beziehungen zu den Gemeinden und auf der Verankerung bürgerlicher und sozialer Werte in kulturellen Institutionen.
Nadine Apperle
Stellvertretende Direktorin Finanzen & Verwaltung, Theater Basel
Nadine Apperle setzt ihre Expertise an der Schnittstelle von künstlerischer Produktion, Organisation und Finanzsteuerung ein. Seit 2021 arbeitet sie am Theater Basel, seit 2024 ist sie Stellvertretende Direktorin Finanzen & Verwaltung, wo sie die Budgetierung und finanzielle Steuerung des Mehrspartenbetriebs mitverantwortet sowie strategische und organisatorische Entwicklungsprozesse auf Leitungsebene begleitet.
Zuvor war Nadine Apperle mehrere Jahre an den Tiroler Festspielen Erl tätig und hat dort die Geschäftsführung in operativen und strategischen Fragestellungen unterstützt: von Förderwesen und Sponsoring über Personalprozesse bis hin zu internen Richtlinien und der Weiterentwicklung betrieblicher Strukturen. Neben ihrer praktischen Tätigkeit hat sie als Dozentin im Studiengang ‹Sport-, Kultur- und Veranstaltungsmanagement› an der FH Kufstein Tirol unterrichtet und sich mit der Vermittlung von Strukturen und Prozessen in Kulturbetrieben beschäftigt.
In ihrer Arbeit interessiert sie besonders, wie sich künstlerischer Anspruch, wirtschaftliche Rahmenbedingungen und institutionelle Verantwortung miteinander verbinden lassen. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf nachhaltigen Organisations- und Finanzierungsmodellen sowie auf der langfristigen Entwicklung resilienter Kulturbetriebe.
Julia André
Bereichsleiterin Alter und Demografie und Leiterin KörberHaus,
Körber-Stiftung
Julia André leitet bei der Körber-Stiftung den Bereich Alter und Demografie sowie das KörberHaus in Hamburg-Bergedorf – einen offenen Begegnungsort für Menschen aller Generationen und Kulturen. Gemeinsam mit ihrem Team treibt sie Projekte voran, die Räume für aktive gesellschaftliche Teilhabe und Mitgestaltung eröffnen – vor Ort in den Kommunen wie im digitalen Raum. Ein Fokus liegt dabei aktuell auf der Vernetzung von Macherinnen und Machern Dritter Orte, sowohl bundesweit als auch auf europäischer Ebene im ‹Third Places Network›.
Julia André hat Germanistik, Philosophie und Kunstgeschichte studiert und war zunächst als Lektorin für unterschiedliche Wissenschaftsverlage tätig. Seit 2003 ist sie in unterschiedlichen Positionen für die Körber-Stiftung tätig. Vor ihrem Wechsel ins KörberHaus hat sie einen Wissenschaftspreis betreut, Aktivitäten zum Thema ‹Digitale Mündigkeit› entwickelt sowie zuletzt den 2018 neu gegründeten Bereich Bildung aufgebaut und geleitet.
Ursula Baum
Geschäftsleiterin, GGG Benevol
Ursula Baum ist Geschäftsleiterin von GGG Benevol, dem Kompetenzzentrum für Freiwilligenarbeit innerhalb der Gesellschaft für das Gute und Gemeinnützige Basel (GGG Basel).
GGG Benevol vermittelt Freiwillige an passende Einsatzmöglichkeiten und unterstützt Organisationen beim Aufbau und der Weiterentwicklung von Freiwilligenprogrammen. Die Fachstelle wurde 1992 gegründet und führt neben der Beratungs- und Vermittlungstätigkeit auch eigene Projekte in den Bereichen Integration, soziale Teilhabe und generationenübergreifende Solidarität.
Ursula Baum arbeitet aktiv an der Erarbeitung und Aktualisierung der Standards der Freiwilligenarbeit von benevol CHmit und orientiert sich in ihrer Arbeit an den Theorien des Freiwilligenmanagements der Beratergruppe Ehrenamt. Sie engagiert sich für die Förderung und Professionalisierung des strategischen Freiwilligenmanagements in Organisationen und Vereinen.
Vor ihrer Tätigkeit bei GGG Benevol war Ursula Baum in der Wirtschaft tätig – insbesondere in der betrieblichen Beratung und Schulung von Mitarbeitenden, Führungskräften und HR-Verantwortlichen. Diese Erfahrungen und ihre Ausbildungen in Sozialer Arbeit, Supervision und Organisationsentwicklung, sowie in Betriebswirtschaft, bringt sie erfolgreich in ihre Arbeit ein. Die Kompetenz des ganzheitlichen Blicks ist gerade für die Entwicklung neuer Freiwilligenprojekte von grosser Bedeutung.
Tobias Bäcker
Geschäftsführer, Netzwerk Dritte Orte / pro loco
Tobias Bäcker studierte Theaterwissenschaft, Germanistik und Slawistik (M.A.). Nach zehn Jahren freier Theaterarbeit (Regie und Produktion) initiierte er 1999 das Projekt „Rohrmeisterei“ in Schwerte / Ruhrgebiet, seit 2001 als Geschäftsführender Vorstand der Stiftung, die das Industriedenkmal entwickelte, sanierte und als Begegnungs- und Kulturort subventionsfrei betreibt. Zum Haus gehören ein Kulturprogramm mit jährlich 200 Veranstaltungen, eine Gastronomie mit 30 Mitarbeitenden und immer wieder neue kulturelle Selbstwirksamkeitsprojekte mit jungen Menschen. Der Ort für Engagement und Genuss versteht sich als Impulsgeber für Stadtentwicklung mit Kultur.
Seit 2018 ist er Geschäftsführender Gesellschafter von pro loco. pro loco übernimmt im Auftrag des Städtebauministeriums NRW das ‹Management Initiative ergreifen – Engagement macht Stadt› und qualifiziert bürgerschaftlich getragene Projekte in der Stadtentwicklung. Seit 2019 ist pro loco das ‹Programmbüro Dritte Orte – Häuser für Kultur und Begegnung im Ländlichen Raum› des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft NRW. pro loco arbeitet für Kommunen und berät Kulturinstitutionen in ihrer Weiterentwicklung, u. a. in Kiel, Aachen und im Ruhrgebiet. Seit 2025 initiiert Tobias Bäcker den Aufbau eines bundesweiten Netzwerks Dritte Orte.
Anne Burgmer
Kommunikationsverantwortliche, Römisch-Katholische Kirche Basel-Stadt
Anne Burgmer wuchs in einem Kirchenmusiker- und Lehrerinnenhaushalt in Nordrhein-Westfalen auf. 1996 ging es für ihr Studium der katholischen Theologie nach Bonn. Nach einer Unterbrechung durch Auswanderung und Familienzeit beendete sie es 2009 an der Universität Luzern. Es folgten mehrere Jahre Journalismus und Redaktion beim ehemaligen Aargauer Pfarrblatt Horizonte. Parallel dazu baute sie drei Jahre als Seelsorgerin im Rotlichtmilieu in Basel-Stadt die bikantonale Projektstelle ‹SiTa – Seelsorge im Tabubereich› operativ auf. Die Stelle feiert dieses Jahr ihren zehnten Geburtstag. Immer zwischen Journalismus und Seelsorge schwankend, startete Anne Burgmer 2019 die berufsbegleitende Ausbildung zur Seelsorgerin und wurde im Anschluss im August 2022 die «katholische Hälfte» der ökumenischen Co-Leitung der Citykirche Offene Kirche Elisabethen.
Letztlich zog es sie aber wieder zurück zu Text, Wort und Bild. Derzeit ist Anne Burgmer Kommunikationsverantwortliche der Römisch-Katholischen Kirche hier in Basel-Stadt (RKK BS). Sie ist damit Teil der Spezialseelsorge, die sich stark damit beschäftigt, wie die RKK BS in der Stadt ausserhalb der klassischen Orte präsent und ansprechbar sein kann.
Barbara Buser
Architektin, baubüro in situ
Barbara Buser gilt als eine der Pionierinnen der baulichen Kreislaufwirtschaft in der Schweiz. Lange bevor Fragen der Wiederverwendung und Ressourcenschonung in der Architektur breitere Aufmerksamkeit erhielten, beschäftigte sie sich mit entsprechenden Strategien. Bereits 1996 gründet sie zusammen mit Klara Kläusler die erste Bauteilbörse in Basel. Seither initiiert und realisiert sie zusammen mit Eric Honegger zahlreiche Umnutzungsprojekte mit ihrem baubüro in situ.
Sie ist Mitbegründerin der denkstatt sàrl einem Büro für partizipative Stadtentwicklung, von unterdessen gmbh für Zwischennutzungen aller Arten von Liegenschaften sowie der Genossenschaft ‹wohnen & mehr› für die Umnutzung des Felix Platter Areals in Basel. 2017 wird sie in die Stadtbildkommission Basel berufen, 2021 in den Denkmalrat. Sie gründet die Hotel Krafft AG, die Predigerhof AG, die Markthallen AG und die Klara13 AG mit. Buser wird u. a. 2020 mit dem Prix Meret Oppenheim, 2021 mit dem Global Gold Award for sustainability von Holcim, 2024 mit dem Kulturpreis der Stadt Basel und zuletzt mit dem Jane Drew Prize 2026 ausgezeichnet.
Robin Cantrill-Fenwick
Chief Executive, Baker Richards Consulting
Robin Cantrill-Fenwick ist Managing Director von Baker Richards, einer Beratung, die sich auf Kunst, Kultur und Besucherattraktionen spezialisiert hat. Außerdem leitet er Arts Professional, das führende britische Magazin für Kulturmanagerinnen und -manager sowie Führungskräfte im Kunstbereich.
Mit drei Jahrzehnten Erfahrung in der Nutzung von Daten und digitalen Systemen zur Transformation von Organisationen führt Robin ein Team, das Museen, Galerien, Theater, Konzerthäuser und immersive Erlebnisse in Fragen der Erlösstrategie, Publikumssegmentierung, Marktforschung und strategischen Weiterentwicklung berät – unter anderem im Vereinigten Königreich, in den USA, Kanada, Australien, Irland, Italien, Neuseeland, Frankreich, Dänemark und Schweden.
Baker Richards bündelt und analysiert Verkaufs- und Besucherdaten von Theatern im gesamten Vereinigten Königreich, einschließlich des West End. Robin leitet zudem das Forschungsteam, das UK Heritage Pulse betreut – ein nationales Netzwerk von Fachleuten im Bereich Kulturerbe. Zuvor war Robin stellvertretender Geschäftsführer (Deputy Managing Director) am Mercury Theatre. Weitere Stationen seiner Laufbahn waren die Position als Director of Digital and Communications bei der Association for Cultural Enterprises, wo er eine Online-Akademie für Kulturbetriebe gründete, sowie Aufgaben im Bereich digitale Transformation beim National Trust, an der University of Westminster und bei der Royal Society.
Robin begann seine Karriere als Journalist und Redakteur und war zudem als Digital-Kampagnenstratege für die Liberal Democrats tätig. Ehrenamtlich engagiert er sich als Trustee der Graeae Theatre Company, einer von Menschen mit Behinderungen geführten Theaterkompanie und Menschenrechtsorganisation.
Martin Colomer-Diez
Director of cultural engineering, CENTQUATRE-PARIS
Martin Colomer-Diez studierte Geisteswissenschaften und Rechtswissenschaften, bevor er sich an der ESCP-Europe auf Kulturmanagement spezialisierte. Zunächst war er für verschiedene Kulturorganisationen tätig (Musée d’Art Moderne in Paris, Paris Jazz Festival, Consulat Général de France in Toronto), bevor er 2014 zu CENTQUATRE-PARIS kam. Seit 2016 unterstützte er José-Manuel Gonçalvès bei der künstlerischen Koordination des künstlerischen und kulturellen Programms des Grand Paris Express und leitete die für das Projekt zuständigen Produktionsteams.
Seit Anfang 2020 ist Martin verantwortlich für die Abteilung für Cultural Engineering, deren Aufgabe es ist, die Expertise von CENTQUATRE-PARIS bei öffentlichen und privaten Akteur:innen in Frankreich und im Ausland zu fördern. Er betreut kulturelle, künstlerische und städtebauliche Projekte in Frankreich und international zu einer Vielzahl von Themen. Dazu zählen kulturelle Diagnosen und die Definition territorialer Kulturstrategien ebenso wie Positionierung, Programmgestaltung und Machbarkeitsstudien zur Unterstützung der Schaffung hybrider und innovativer Kulturstätten und darüber hinaus Konzeption und Produktion künstlerischer Projekte, die in städtebauliche und architektonische Entwicklungen integriert sind.
Marian Cramm
Projektleiterin Foyer Public, Theater Basel
Marian Cramm ist Kulturvermittlerin mit Schwerpunkt auf dialogischen Vermittlungsformaten. Als Projektleiterin des Foyer Public am Theater Basel leitet, koordiniert und vernetzt sie seit November 2025 das Foyer als offenen Stadtraum, der Freiraum bietet und Begegnung sowie Austausch ermöglicht. Sie studierte Kulturtechniken (M.A.) sowie Medienwissenschaft und Kunstgeschichte (B.A.) an der Universität Basel und in Berlin. Berufliche Stationen führten sie unter anderem ans Museum der Kulturen Basel und ans Stapferhaus Lenzburg.
Von 2021 bis 2025 war sie Co-Geschäftsleiterin des Vereins Frauenstadtrundgang Basel, wo sie Vermittlungsformate entwickelte, die historische Perspektiven mit aktuellen gesellschaftlichen Fragen verbinden. Weitere Erfahrungen sammelte sie in der Pfadibewegung Schweiz im Bereich Diversität und Inklusion. Zudem ist sie Kommissionsmitglied bei ggg kulturkick. In ihrer Arbeit beschäftigt sie sich mit der Frage, wie kulturelle Räume zugänglicher gestaltet werden können und wie unterschiedliche Perspektiven sichtbar sowie komplexe gesellschaftliche Zusammenhänge verhandelbar werden.
Dr. Veronika Ehm
Wissenschaftliche Mitarbeiterin, EDUCULT
Veronika Ehm arbeitet seit 2017 bei EDUCULT, einem gemeinnützigen Forschungsinstitut in Wien (Österreich). Zuständig ist sie für Evaluationen im Bereich Kulturelle Teilhabe und Ästhetische Bildung sowie für qualitativ und quantitative sozialwissenschaftliche Methoden. In Forschungsprojekten wählt sie gerne innovative Methoden, wie ko-kreative Ansätze oder phänomenologische Vignettenforschung, um für den Auftrag geeignete Daten zu sammeln, aufzubereiten und den Transfer sicherzustellen.
Sie ist ausgebildete Elementarpädagogin, hat an der Universität Wien Soziologie und Bildungswissenschaft studiert, Auslandssemester in Kopenhagen und Jerusalem verbracht und in Bildungswissenschaften promoviert. In ihrer Dissertation ‹Kunst im Kindergarten – das Schillern von Außer-Ordentlichkeit› untersuchte sie ästhetische Erfahrungen und Atmosphären von Kunstvermittlung im elementarpädagogischen Kontext.
Dr. Theresa Gehringer
Projektleiterin Förderung, Stiftung für Kunst, Kultur und Geschichte (SKKG)
Theresa Gehringer ist seit 2023 Projektleiterin Förderung bei der Stiftung für Kunst, Kultur und Geschichte in Winterthur und betreut Museen in der ganzen Schweiz, die mehr Partizipation im Kulturerbe ermöglichen. Zuvor war sie bei der Christoph Merian Stiftung in der Förderung für Kultur und Soziales sowie mehrere Jahre am Forschungsinstitut Center for Philanthropy Studies (CEPS) tätig.
Neben ihrer beruflichen Tätigkeit ist Theresa Co-Gründerin des Stiftungslabor, einem digitalen Experimentierraum für den Schweizer Stiftungssektor der kollaborativ neues Praxiswissen erarbeitet.
Als Präsidentin der Board for Good Foundation setzt sie sich für mehr Generationenvielfalt und Partizipation junger Personen im Schweizer Stiftungssektor ein.
Theresa Gehringer hat Betriebswirtschaftslehre und Sustainable Development an den Universitäten Bayreuth und Basel studiert sowie einen PhD in Stiftungsmanagement am CEPS erworben. Sie interessiert sich für vertrauensbasierte und partizipative Förderpraktiken, in denen gemeinsames Lernen auf Augenhöhe möglich wird.
Andreas Geis
Leiter Förderung, Stiftung für Kunst, Kultur und Geschichte
Andreas Geis leitet die Kulturförderung der Stiftung für Kunst, Kultur und Geschichte (SKKG). Dort hat er eine Förderlogik aufgebaut, die Wirkung, Lernen und Partizipation ernst nimmt – und Museen nicht als Empfänger von Fördermitteln, sondern als Partner in Veränderungsprozessen behandelt. In seiner Arbeit beschäftigt er sich mit der strategischen Entwicklung von Kulturinstitutionen und der Frage, wie sie gemeinsam mit Communities gesellschaftlichen Wandel gestalten können.
Zuvor verantwortete er bei der Körber-Stiftung in Hamburg Programme zu bürgerschaftlichem Engagement, Stadtentwicklung und zur Stärkung der Zivilgesellschaft. Am Stapferhaus in Lenzburg leitete er die Vermittlung und arbeitete im kuratorischen Team.
Andreas Geis studierte Kunstgeschichte und Soziologie und absolvierte einen Executive MBA an der Universität St. Gallen (HSG). Er ist überzeugt, dass Philanthropie mehr sein muss als Geld zu vergeben, und setzt sich dafür ein, Wirkungsorientierung in Kulturförderung und Philanthropie zu verankern.
Er mag Kulturorte, die sich öffnen, Haltung zeigen und ihr Publikum ernst nehmen.
Dr. Katrin Grögel
Leiterin, Abteilung Kultur Basel-Stadt
Dr. Katrin Grögel promovierte in Kunstwissenschaft an der Universität Basel und bildete sich in den Bereichen Museumsrecht, Leadership und Finanzmanagement weiter. Seit August 2013 ist sie in der Abteilung Kultur Basel-Stadt tätig, zuerst als Beauftragte für Kulturprojekte (Bildende Kunst, Film, Digitale Kultur).
Seit 1. Januar 2018 führt sie die Abteilung Kultur, zuerst in einem Co-Leitungsmodell mit Sonja Kuhn, seit August 2021 in der Gesamtleitung.
Peter Haerle
Berater und Projektbegleiter
Peter Haerle engagiert sich seit 30 Jahren an der Schnittstelle zwischen Kultur, Politik und Gesellschaft. Von 2010 bis 2021 leitete er die Kulturabteilung der Stadt Zürich. In dieser Funktion war er Mitglied der Aufsichtsgremien von grossen Zürcher Kulturinstitutionen (u.a. Schauspielhaus, Kunsthaus und Tonhalle) und nationalen und internationalen kulturpolitischen Organisationen.
Er initiierte und steuerte verschiedene Grossprojekte (Manifesta 11, 100 Jahre Dada). Aktuell arbeitet er als freier Berater Projektbegleiter, mehrfacher Stiftungsrat und ausgebildeter Mediator.
Mika Haasler
Leiterin Community Music and Education, Konzerthaus Dortmund
Mika Haasler ist international als Führungskraft im Kreativbereich an der Schnittstelle von Musik, Gemeinschaft und Stadtraum tätig. Als Leiterin des Bereichs Community Music and Education am Konzerthaus Dortmund gestaltet sie Deutschlands erstes großes Community-Music-Programm innerhalb eine Konzerthauses und konzipiert und realisiert über 25 sozial engagierte und partizipative Projekte. Mika Haasler gründete das Team für Entwicklung und Partnerschaften bei Future Yard, einem wegweisenden Veranstaltungsort für Community Music, und prägte dessen strategische Vision, das Fundraising sowie das partnerschaftliche Netzwerk der Community.
Zuvor hatte Mika Haasler verschiedene Positionen im Bereich Development bei verschiedenen Organisationen für Darstellende und Bildende Kunst inne, darunter das Liverpool Philharmonic, die Foundation for Art and Creative Technology und das Clod Ensemble. Sie war fünf Jahre lang Musikalische Leiterin des Community-Chors ‹What We Did Next Singers› und ist Alumna des Music Leaders Network 2025.
Daniel Häni
Unternehmer und Mitbegründer, ‹Unternehmen Mitte›
Daniel Häni ist Unternehmer und Mitbegründer des Basler Kultur- und Kaffeehauses ‹Unternehmen Mitte›, das seit 25 Jahren zu den prägenden Begegnungsorten der Basler Innenstadt zählt. In der ehemaligen Schalterhalle der Schweizerischen Volksbank entstand es 1999 nach dem Vorbild der europäischen Kaffeehauskultur als ein Kulturimpuls, als Dritter Ort und öffentliches Wohnzimmer ohne Konsumationspflicht.
Zudem initiierte Daniel Häni die Schweizer Volksinitiative «für ein bedingungsloses Grundeinkommen» mit. Sie kam 2016 zur Abstimmung und löste ein weltweites Medienecho aus. Der Vater von vier Kindern ist darüber hinaus Mitbegründer der ‹Stiftung Kulturimpuls›, der ‹Purpose Stiftung› für Verantwortungseigentum, Stiftungsrat des ‹Stiftung Revivis›, Verwaltungsrat der ‹Pneumatit AG› und Mitwirkender der ‹Freien Hochschule für Geisteswissenschaft» und beim ‹Public Secrets Ensemble›. Er berät Unternehmen und Projekt, wie zum Beispiel das ‹World Child Forum› in Davos.
Meret Jaggi
Geschäftsleiterin, Verein Theaterplatz-Quartier
Meret Jaggi ist gelernte Kunsthistorikerin und Anglistin (M.A., Universität Basel) mit beruflichem Hintergrund in der Basler Museumslandschaft und dem Galeriewesen.
Seit 2023 ist Meret Jaggi bei der Agentur ‹das mgmt› als Kultur- und Projektmanagerin tätig, wo sie unter anderem zusammen mit Nicolas Schmutz die Geschäftsleitung des Vereins Theaterplatz-Quartier leitet.
Gemeinsam mit den Anrainer-Kulturinstitutionen beleben, bespielen, begrünen und vernetzen sie das Quartier im Herzen Basels und treiben dabei einen «Dritten Ort» mit viel vorhandenem Potenzial voran.
Anna Kleeblatt
Kulturmanagerin und Kuratorin
In dem Theater ihrer Eltern großgeworden, war Anna Kleeblatt bereits während ihres Studiums der Betriebswirtschaft mit dem Schwerpunkt Marketing an verschiedenen Musiktheatern tätig.
Von 2006 bis 2012 war sie an der Bayerischen Staatsoper als Leitung für Vermarktung, Vertrieb und Steuerung Development verantwortlich.
Seit 2012 ist Anna Kleeblatt als selbstständige Unternehmensberaterin für Kulturinstitutionen und -unternehmen in den Bereichen Marketing, Sales und Service tätig. Ihr Wissen gibt sie als gefragte Speakerin und in Lehrvorträgen weiter. 2024 gründete sie die Audience Success Conference.
Johannes Küng
Dozent, Hochschule Luzern – Soziale Arbeit Institut für Soziokulturelle Animation
Als Beauftragter für Quartier- und Freiwilligenarbeit der Stadt Opfikon (2018–2024) gestaltete Johannes Küng gemeinsam mit den Quartierbewohnenden lebenswerte Nachbarschaften. Seit 2021 ist er Dozent an der Hochschule Luzern – Soziale Arbeit und arbeitet am Institut für Soziokulturelle Entwicklung zu den Themen Partizipation, Sozialraum und nachhaltige Entwicklung. Sein Weg begann mit einer Lehre als Fachmann Holzbau und der Berufsmatura in Wohlen. Das Studium der Sozialen Arbeit an der HSLU mit Vertiefung in Soziokultur und ein prägendes Austauschsemester am College of Urban Planning and Public Affairs (CUPPA) in Chicago schärften seinen Blick für partizipative Stadtentwicklung. Parallel zur Praxis in Opfikon vertiefte er im Masterstudium seine Expertise; seine Thesis „Stadtwerdung der Agglomeration“ hinterfragt kritisch aktuelle Stadtentwicklungsprozesse im Raum Zürich.
Neben der beruflichen Tätigkeit ist Johannes Küng sowohl auf strategischer als auch operativer Ebene in der Förderung Soziokultureller Entwicklung tätig. So ist er Vorstandsmitglied des Vereins für Jugend und Freizeit VJF sowie der Offenen Jugendarbeit Zürich OJA. Im Kulturwerk Bleichi Wohlen ist er im Bookingteam engagiert und bei Suave Kaffee, einer Mikrorösterei, für den Einkauf und Vertrieb zuständig.
In allen Engagements ist es das Ziel von Johannes, Menschen zusammenzubringen und gemeinsam inklusive Räume und Orte zu gestalten.
Prof. Dr. Vittorio Magnago Lampugnani
Architekt, Baukontor Architekten
Vittorio Magnago Lampugnani studierte Architektur an der Universität La Sapienza und an der Universität Stuttgart, wo er 1977 promovierte. Nach einer Assistenz am Institut für Grundlagen der modernen Architektur und Entwerfen der Universität Stuttgart arbeitete er für die Internationale Bauausstellung (IBA) Berlin. Er war Herausgeber der Zeitschrift ‹Domus› und anschliessend bis 1995 Direktor des Deutschen Architektur-Museums in Frankfurt am Main.
1994 folgte er einem Ruf an die Eidgenössische Technische Hochschule Zürich, an der er bis 2017 ordentlicher Professor für Geschichte des Städtebaus war. Zwischen 1998 und 2001 leitete er das Departement Architektur, von 2010 bis 2016 das Institut für Geschichte und Theorie der Architektur. Zwischenzeitlich lehrte er an verschiedenen anderen Hochschulen, darunter der Graduate School of Design der Harvard University, wo er weiterhin sporadisch als Gastprofessor tätig ist. Unter seinen wissenschaftlichen Publikationen erregte ‹Die Modernität des Dauerhaften› (1996) besonderes Aufsehen. Das Thema hat er mit dem Buch ‹Gegen Wegwerfarchitektur› (2023) wieder aufgenommen und vertieft. Er schreibt für verschiedene Fachzeitschriften und für die ‹Neue Züricher Zeitung›.
Daneben führt Lampugnani in Zürich das Büro Baukontor Architekten mit seinem Partner Jens Bohm. Zu seinen programmatischsten Bauprojekten zählen die städtebauliche Gesamtplanung des Novartis Campus in Basel, das Richti Quartier in Wallisellen und das Geschäftshaus am Schiffbau in Zürich. Gegenwärtig arbeitet er an vor allem an der städtebaulichen Planung für die Erweiterung von Klybeck und die Transformation der Hafeninsel in Basel und an einem Geschäftshaus im Zentrum Zürichs, in dem Naturstein als strukturelles Element eingesetzt wird.
Tabea Michaelis
Co-Studiengangsleiterin und Co-Geschäftsführerin,
Kollaborative Raumentwicklung HSLU Denkstatt sàrl
Tabea Michaelis ist gelernte Staudengärtnerin, diplomierte Landschaftsarchitektin der Fachhochschule OST Schweiz und M.Sc. Urban Designerin der HafenCity Universität Hamburg .
Seit 2012 arbeitet sie bei Denkstatt sàrl in der Prozessentwicklung und Projektsteuerung von Umnutzungs- und Transformationsprojekten verschiedener ehemaliger Industrieareale: angefangen beim Lagerplatz Winterthur über die SBB Werkstadt Zürich hin zur Zentrale Pratteln und vielen weiteren. Ihr Fokus liegt dabei auf der kooperativen Planung und der Begleitung dialogischer Projektformate wie dem Studio Dietikon und Studio Gleisbogen. Seit März 2023 baut Tabea Michaelis als Co-Studiengangsleiterin den Master of Arts Kollaborative Raumentwicklung auf, welcher im Herbst 2024 erstmalig an der Hochschule Luzern (HSLU) gestartet ist.
Patrick Oes
Co-Leiter Theater Public, Theater Basel
Patrick Oes ist Theaterpädagoge und Regieperson. Er studierte Theaterpädagogik an der Zürcher Hochschule der Künste. Seit 2013 realisiert er zahlreiche Theaterprojekte in Zusammenarbeit mit professionellen und nichtprofessionellen Theaterschaffenden.
Seit 2015 ist er Mitglied des Performance-Kollektivs helium x.
Von 2019 bis 2020 war er stellvertretender Leiter der Theaterpädagogik am Schauspielhaus Zürich. Seit der Spielzeit 2020/2021 ist er Co-Leiter Theater Public am Theater Basel und Teil der Theaterleitung. In dieser Funktion hat er das Konzept des Foyer Public mitentwickelt und dessen Umsetzung massgeblich realisiert.
Er verantwortet unter anderem die Inszenierung ‹Die rote Zora und ihre Bande› auf der Kleinen Bühne am Theater Basel (Spielzeit 2021/22). Zudem ist er Mitinitiator der AG Diversität am Theater Basel.
Benedikt von Peter
Intendant & Künstlerischer Leiter Oper, Theater Basel
Benedikt von Peter studierte in Bonn Musikwissenschaft, Germanistik, Jura und Gesang. Danach war er an verschiedenen Häusern Regieassistent und gründete ein freies Theaterkollektiv. Nach einigen Jahren in der freien Szene inszenierte er an Opernhäusern und Theatern in Deutschland, Österreich und der Schweiz (u. a. Oper Frankfurt, Staatsoper Hannover, Komische Oper Berlin, Deutsche Oper Berlin und Wiener Festwochen). Von 2012 bis 2016 leitete Benedikt von Peter die Musiktheatersparte des Theater Bremen. Ausgezeichnet wurde er mit dem Götz-Friedrich-Preis, dem Theaterpreis ‹Der Faust› sowie 2014 mit dem Kurt-Hübner-Preis für das Musiktheater-Programm und die eigenen Produktionen am Theater Bremen. Von 2016 bis 2021 war Benedikt von Peter Intendant des Luzerner Theater. Seit der Spielzeit 2020/21 ist er Intendant und Künstlerischer Leiter der Oper am Theater Basel.
Ein Schwerpunkt seiner künstlerischen Arbeit liegt auf dem Verhältnis von Theater, Raum und Publikum. Seine Inszenierungen, etwa ‹Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny› oder ‹Intolleranza 1960›, hinterfragen die Trennung von Bühne und Zuschauerraum und entwickeln Musiktheater als gemeinsame körperliche Erfahrung im Raum. Durch begehbare Raumkonzepte entsteht Theater als sozialer Ort, an dem Kunst nicht nur betrachtet, sondern kollektiv erlebt wird.
Diese Haltung prägt auch sein Verständnis von Theater als Institution. Am Theater Basel gestaltet er seit 2020 gemeinsam mit seinem Team strukturellestrukturelle Veränderungsprozesse hin zu einer stärkeren Öffnung des Hauses. Das von ihm initiierte Foyer Public versteht er als erweiterten Theaterraum und öffentlichen Stadtraum zugleich: ein konsumfreier Ort der Begegnung und eine Bühne für menschliches Verhalten. Hier wird gesellschaftliches Zusammenleben sichtbar und verhandelbar als Teil eines Theaters, das sich nicht als Repräsentationsort, sondern als offene Werkstatt gemeinsamer Erfahrung begreift.
Prof. em. Dr. Udo Rauchfleisch
Psychologe und Autor, Private Psychotherapeutische Praxis Basel
Udo Rauchfleisch ist emeritierter Professor für Klinische Psychologie an der Universität Basel. Er absolvierte sein Studium der Psychologie in Kiel und Lubumbashi/Dem. Rep. Kongo. Nach vierjähriger Tätigkeit 1967–1970 als Klinischer Psychologe in der Kinder-/Jugendpsychiatrie im LKH Schleswig und 30-jähriger Tätigkeit als Leitender Klinischer Psychologe in der Psychiatrischen Universitätspoliklinik Basel ab 1970–1999 arbeitet er seit 1999 als Psychotherapeut in privater Praxis. Darüber hinaus ist er Psychoanalytiker. Er hält weiterhin Gastvorlesungen an in- und ausländischen Universitäten und veröffentlichte Publikationen zur Theorie und Praxis der Psychoanalyse, zu Gewalt, Dissozialität, musikpsychologischen und theologisch-psychologischen Grenzgebieten, zu sexuellen Orientierungen und Geschlechtsidentitäten. Ausserdem verfasst er Krimis, die queere Themen beinhalten und in Basel spielen. Eines seiner letzten Bücher ist ‹Einsamkeit – Die Herausforderung unserer Zeit›.
Walter Reinhard
Leiter Führungsunterstützung & Vermittlung,
Leiter Forum Städtebau ‹Basel 2050›
Walter Reinhard hat nach der Ausbildung zum Hochbauzeichner und Maurer die Fachklasse für Innenarchitektur, Bau- & Produktgestaltung an der Schule für Gestaltung in Basel absolviert. Nach mehrjähriger selbstständiger Tätigkeit als Architekt baute er ein Modelabel im Nachhaltigkeitssektor auf und leitete dieses. Seit 2016 ist er in Stabsfunktion für die Dienststelle Städtebau & Architektur des Kantons Basel-Stadt tätig. Insbesondere leitet er das Forum Städtebau ‹Basel 2050›.
Nelly Riggenbach
Director Brand Experience, Novartis
Nelly Riggenbach ist Director Brand Experience bei Novartis in Basel. Sie gestaltet Marken‑, Raum‑ und Begegnungserlebnisse dort, wo Unternehmen, Gesellschaft und Öffentlichkeit aufeinandertreffen. Gemeinsam mit ihrem Team entwickelt sie Ausstellungen, Formate und Orte, die zum Dialog einladen, Neugier wecken und komplexe Themen verständlich und sinnlich erfahrbar machen.
Ausgebildet an der Hochschule für Gestaltung und Kunst Basel FHNW, studierte sie nach dem Vorkurs an der Kunstgewerbeschule Prozessgestaltung am Hyperwerk, dem Institut für Experimentelles Design und Medienkulturen. Diese Ausbildung prägt ihr Denken bis heute: interdisziplinär, forschend und mit einem starken Interesse daran, wie Prozesse, Beziehungen und Räume unser Zusammenleben beeinflussen.
Vor ihrem Einstieg in die Corporate Welt arbeitete Nelly Riggenbach mehrere Jahre als Beraterin in Agenturen – unter anderem in den Bereichen Kommunikation, Filmproduktion und Employer Branding. Diese Zeit hat ihren Blick für unterschiedliche Perspektiven geschärft und ihre Fähigkeit gestärkt, Menschen, Themen und Disziplinen miteinander zu verbinden und Geschichten zu entwickeln, die sowohl inhaltlich fundiert als auch emotional zugänglich sind.
Ergänzend zu ihrer beruflichen Tätigkeit engagiert sie sich ehrenamtlich als Vorstandsmitglied des Basel Social Club, einer Plattform für Kultur, Austausch und neue Formen von Begegnung im urbanen Raum.
Elisabeth Roos
Projektmanagerin, #VertrauenMachtWirkung
Elisabeth Roos ist als Projektmanagerin bei #VertrauenMachtWirkung für die Koordination und Administration der Initiative sowie die Veranstaltungsorganisation verantwortlich. In Zusammenarbeit mit Fabienne und dem Team entwickelt sie verschiedene Veranstaltungsformate, übernimmt die Eventkoordination und organisiert die Community Aktivitäten im Netzwerk. Durch ihre vorherige Arbeit im Kultursektor kennt sie die die Arbeitsrealitäten und Bedarfe von gemeinnützigen Organisationen und Förderpartner:innen und kann so Perspektiven einschätzen und Potenziale für Zusammenarbeit erkennen.
Anna Rose
Director, Space Syntax
Anna Rose ist im Vorstand bei Space Syntax, London und arbeitet an der Schnittstelle von Architektur, Stadtplanung und räumlicher Analyse. In ihrer Arbeit untersucht sie, wie räumliche Strukturen Mobilität, Begegnung und soziale Interaktion in Gebäuden und Städten beeinflussen und wie diese Erkenntnisse in Planungs- und Entwurfsprozesse einfliessen können.
Die Arbeit von Space Syntax basiert auf dem Ansatz der Space Syntax, der räumliche Netzwerke und andere relevante Nutzer und Stadt & Gebäudedaten analysiert und deren Wirkung auf Nutzung, Zugänglichkeit und urbane Dynamiken untersucht. Anna Rose arbeitet mit internationalen Planungsteams, öffentlichen Institutionen und kulturellen Organisationen an Projekten unterschiedlicher Massstäbe, von Stadtentwicklungsstrategien bis hin zu komplexen Gebäuden und öffentlichen Räumen. Unter anderem hat sie das Theater Basel zum Projekt Theater Platz Quartier mit städtebaulichen Studien zur räumlichen Vernetzung & visuellen Präsenz, Datenanalysen zu Passantenfrequenzen und Entwurfberatung fuer den öffentlichen Raum beraten.
Ein besonderer Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt auf kulturellen Institutionen wie Museen, Kulturzentren und Bildungseinrichtungen. Dabei beschäftigt sie sich mit der Frage, wie räumliche Organisation, Konfiguration, Zugänglichkeit und soziale Interaktion Nutzungsmuster beeinflusst und wie Architektur offene und einladende Orte für unterschiedliche Besuchergruppen schaffen kann.
Anna Rose ist Mitglied des Think Tanks der Konferenz Dritte Orte und bringt dort ihre Perspektive auf die räumlichen Voraussetzungen von Orten der Begegnung und sozialen Infrastrukturen in Städten ein.
Christina von Rotenhan
Organisationsberaterin, rotenhan Advisory
Christina von Rotenhan arbeitet seit 2016 als selbstständige Organisationsberaterin und begleitet Stiftungen, soziale und kulturelle Organisationen sowie werteorientierten Unternehmen in Veränderungsprozessen. Sie unterstützt Führungsteams und Gremien dabei, strategische Fragen zu klären, strategische Vorhaben umzusetzen und Zusammenarbeit wirksam zu gestalten.
Christina von Rotenhan hat in und für Museen Ausstellungs- und Publikationsprojekte in internationalen Kooperationen konzipiert und umgesetzt. Sie war Teil der Geschäftsleitung der Philanthropieberatung Consense, einem Spin-off der Universität Basel. Aus der Arbeit mit unterschiedlichen Organisationen entstand ihr Interesse an der Frage, wie sich Organisationen weiterentwickeln können, um langfristig wirksam und handlungsfähig zu bleiben. Sie ist ausgebildete Organisationsentwicklerin (DGSF) und lehrt zu Fragen von Zusammenarbeit und Social Impact.
Christina von Rotenhan begleitet seit 2018 den Aufbau und die Weiterentwicklung des Foyer Public am Theater Basel. In diesem Prozess zeigte sich, wie aus einem konkreten Projekt grundlegende Fragen zur Weiterentwicklung einer Organisation entstehen – und dass solche Vorhaben ihre Wirkung nur entfalten, wenn die Organisation sich mitverändert.
Adriana Ružek
Co-Leiterin und Gassenarbeiterin, Verein für Gassenarbeit Schwarzer Peter
Adriana Ružek ist Co-Leiterin und Gassenarbeiterin beim Verein Schwarzer Peter in Basel. Nach Stationen in der Medien- und Werbebranche absolvierte sie Ausbildungen unter anderem in Onlinejournalismus (MAZ Luzern) und als Kommunikationsfachfrau (SAWI) sowie ein CAS in psychosozialer Beratung an der FHNW.
In ihrer Arbeit bewegt sie sich täglich im öffentlichen Raum und an dessen Rändern – einem sozialen Aushandlungsort, an dem unterschiedliche Bedürfnisse, Sichtbarkeiten und Grenzen aufeinandertreffen. Sie beschäftigt sich mit Fragen von Zugänglichkeit, sozialer Teilhabe und den Spannungen, die daraus entstehen – und damit, wie Städte Räume für alle offen halten können.
Dr. Reinhard Scolik
Vorsitzender des Stiftungsrats, Kirch Stiftung
Reinhard Scolik ist als selbständiger Unternehmensberater mit Schwerpunkt Medien tätig. Seit 2022 ist er Vorsitzender des Stiftungsrats der Kirch Stiftung und Vorstandsvorsitzender der Unitel Musikstiftung, beide mit Sitz in München.
Er ist promovierter Jurist und arbeitete bis 2016 für den Österreichischer Rundfunk, unter anderem als Leiter der Abteilung Strategische Planung und als Programmdirektor Fernsehen. Danach war er von 2016 bis 2021 Fernsehdirektor und Programmdirektor Kultur des Bayerischen Rundfunks. Im Rahmen dieser Tätigkeiten war er für internationale Kulturprogramme wie 3sat und Arte verantwortlich. Er ist Mitglied des Kuratoriums der Stiftung Mozarteum und der Direktion der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien (Musikverein).
Robert Schmuki
Head of Legacy, Special Olympics World Winter Games Switzerland 2029
Der Historiker und Architekt ETH / Stadtentwickler Robert Schmuki widmet sich ab 1998 im Rahmen der Quartierentwicklung dem Aufbau von Dritten Orten für Jugendliche in am Wochenende leerstehenden Sporthallen. In 15 Jahren baut er rund 120 solcher Orte in der ganzen Schweiz auf und gründet dazu eine eigenen Stiftung (Stiftung IdéeSport). 2014 gibt er seine Stiftung ab, wird erst Direktor eines grossen Hilfswerks und dann Leiter Weiterbildung am Center for Philanthropy Studies der Universität Basel. Dort beschäftigt er sich stark mit der Verstetigung gemeinnütziger Programme im sozialen, kulturellen und ökologischen Bereich.
2021 ist Schmuki Mitgründer eines Spinoffs der Universität im Bereich Organisations- und Strategieentwicklung von sozialen und kulturellen Organisationen. Er berät in dieser Rolle rund 160 Nonprofit Organisationen und Förderstiftungen. Die Frage der Finanzierung steht dabei oft im Zentrum der Entwicklungsprozesse.
2025 wechselt er wieder auf die praktische Seite als Leiter der gesellschaftspolitischen Arbeit rund um die ‹Special Olympics World Winter Games Switzerland 2029›, der Winterolympiade für Menschen mit kognitiver Beeinträchtigung. Ziel der Arbeit ist es, die Umsetzung der UN-Behindertenrechtkonvention in der Schweiz voranzubringen. Der Zugang zum gesellschaftlichen Leben steht dabei im Zentrum. Für die Zugang und diesen Zusammenhalt in der Gesellschaft arbeiten er und sein Team mit einem grösseren Kreis von Förderstiftungen und staatlichen Stellen zusammen, der diese Arbeit ermöglicht.
Nicolas Schmutz
Geschäftsleiter, Verein Theaterplatz-Quartier
Nicolas Schmutz ist Kultur- und Projektmanager. Zusammen mit Frederick Dürr gründete er 2018 die Kommunikations- und Eventmanagement-Agentur ‹das mgmt›. Die Agentur führt Veranstaltungen wie die Museumsnacht Basel oder die Kunsttage Basel durch und entwickelt neue Formate wie die Industrienacht oder Einblick Basel.
Nicolas Schmutz leitet seit 2022 zusammen mit Meret Jaggi die Geschäftsleitung des Vereins Theaterplatz-Quartier. Gemeinsam mit den Anrainer-Kulturinstitutionen beleben, bespielen, begrünen und vernetzen sie das Quartier im Herzen Basels und treiben dabei einen «Dritten Ort» mit viel vorhandenem Potenzial voran.
Wiebke Stockinger
Geschäftsführerin, Halle E+G BetriebsgesmbH
Wiebke Stockinger ist Kulturmanagerin und Geschäftsführerin der Halle E+G BetriebsgesmbH im MuseumsQuartier Wien. Zuvor war sie u. a. stellvertretende kaufmännische Direktorin, Prokuristin und Nachhaltigkeitsbeauftragte der Burgtheater GmbH sowie operative Geschäftsführerin der Wachau Kultur Melk GmbH. Ihre Arbeitsschwerpunkte liegen in strategischer Organisationsentwicklung, Nachhaltigkeit, Personalführung sowie Vertrags- und Budgetverantwortung. Stockinger studierte Theater-, Film- und Medienwissenschaft an der Universität Wien, absolvierte eine Ausbildung im Kulturmanagement und ist zertifizierte Sustainability- und ESG-Managerin.
Eva Tillig
Leiterin Geschäftsstelle Stiftung Pinakothek der Moderne, Projektleiterin FLUX – in der Pinakothek der Moderne
Eva Tillig ist Kulturmanagerin und leitet die Geschäftsstelle der Stiftung Pinakothek der Moderne in München. Aktuell verantwortet sie die Planung und Realisierung des Dritten Orts ‹FLUX› an der Pinakothek der Moderne. Sie studierte Kulturwirtschaft an der Universität Passau sowie Communication & Cultural Management an der Zeppelin Universität. Nach dem Studium arbeitete sie mehrere Jahre im kuratorischen Team des Museum Marta Herford und realisierte dort Ausstellungen.
Seit 2021 prägt sie die strategische Ausrichtung der Stiftung und ist seit 2024 für die Umsetzung des Dritten Orts FLUX verantwortlich.
Aat Vos
Creative Director, includi
Aat Vos ist Architekt, Autor und international anerkannter Experte für das Design von «Dritten Orten»: öffentliche Räume, die sich wie ein Zuhause fern der Heimat anfühlen. Als Gründer von includi, einer Beratungs- und Designagentur mit Sitz in Groningen, arbeitet er weltweit mit Bibliotheken, Städten und kulturellen Einrichtungen zusammen, um Orte zu schaffen, die Verbundenheit, Zugehörigkeit und Gemeinschaftsleben fördern.
Mit mehr als dreißig Jahren Erfahrung verbindet Aat Vos Architektur mit sozialem Design und Stadtplanung. Seine Arbeit konzentriert sich darauf, öffentliche Räume in inklusive, menschenzentrierte Umgebungen zu verwandeln, die Menschen nicht nur zum Kommen, sondern auch zum Verweilen und Wachsen einladen. Er arbeitet eng mit lokalen Akteuren zusammen, um sicherzustellen, dass jeder Ort seine Gemeinschaft widerspiegelt und die soziale Infrastruktur stärkt.
Zu den jüngsten Projekten zählen die Umgestaltung des Stadshuis Nieuwegein in einen lebendigen bürgerlichen Treffpunkt, die preisgekrönte Bonaire-Bibliothek, das Warenhuis Oss und die Schleswig-Holsteinische Landesbibliothek, die alle für ihre starke soziale Wirkung und ihren innovativen Ansatz im Umgang mit öffentlichen Räumen anerkannt sind.
Aat Vos ist Autor von ‹Come, Stay, Grow: The Art and Science of Places That Connect Us› und ‹3RD4ALL: How to Create a Relevant Public Place›. Durch seine Vorträge und Workshops inspiriert er Zuhörer auf der ganzen Welt dazu, neu darüber nachzudenken, wie Räume zum kollektiven Wohlbefinden beitragen können.
Max Wagner
Kulturmanager
Von Orchester über Opernhaus und Kulturzentrum bis hin zur Leitung einer Stiftung: Der Kulturmanager Max Wagner begleitete an allen Positionen große Veränderungsprozesse. Er entwickelte sich obendrein zu einem Experten für Bauvorhaben an Kulturinstitutionen und entdeckte dabei auch ihr Potential als Dritter Ort. Es war ihm überall eine Herzensangelegenheit, eine gute Unternehmenskultur zu etablieren und die Eigenverantwortung der Mitarbeitenden zu fördern.
Der gebürtige Münchner studierte Jura in München und Paris, dann Gesang in Dresden und Mainz. Nach dem Referendariat arbeitete er zunächst als Rechtsanwalt und Sänger und wechselte dann als Geschäftsführender Intendant des Stuttgarter Kammerorchesters hinter die Bühne. Als Geschäftsführender Direktor des Staatstheaters am Gärtnerplatz und dann als Geschäftsführer des Münchner Gasteig lernte er große Bauvorhaben an Kulturinstitutionen kennen und lieben. Bei Recherchen für die Sanierung des Gasteig bekam das Thema Dritte Orte einen immer zentraleren Platz in seiner Arbeit und führte ihn auf Reisen an solche Orte in ganz Europa. Die Erkenntnisse fanden danach eine erste Anwendung in der Planung und Umsetzung des Interimsstandortes Gasteig HP8. Als Geschäftsführer der Beisheim Stiftung initiierte er das Programm Dritte Orte an großen Münchner Kulturinstitutionen, wie u.a. der Bayerischen Staatsoper, dem Haus der Kunst und der Schauburg Ramersdorf.
Stand: Mai 2026. Änderungen vorbehalten.